Inklusion konsequent vorantreiben

Inklusion ist eine Forderung, die es allen Mitgliedern einer Gesellschaft ermöglicht,
an all ihren Bereichen selbstbestimmt teilhaben zu können. Dabei sollen Menschen
mit besonderen Bedürfnissen, Handicaps oder verschiedenen Orientierungen,
unabhängig von Geschlecht, Alter, Nationalität oder Religion nicht an bestehende
Normen angepasst werden, sondern einen gleichberechtigten Platz in unserer Mitte
finden und keine Randgruppe mehr bilden müssen.

Für unsere Stadt Augsburg wollen wir darüber hinaus eine rasche Umsetzung der UNBehindertenrechtskonvention auf kommunaler Ebene, dazu gehören u.a.:

  • Endlich die Erstellung eines Kommunalen Aktionsplanes, wie es der Freistaat Bayern und fast alle bayerischen Kommunen bereits vorbildlich gemacht haben.
  • ein normgerechtes Blinden- und Orientierungsleitsystem an wichtigen öffentlichen Verkehrsknotenpunkten und Verbindung der Innenstadtbereiche, das Seheingeschränkten, aber auch Senioren oder Menschen mit Orientierungsproblemen die Bewältigung der Alltagswege und eine selbständige Teilnahme am öffentlichen Leben sowohl beruflich als auch in der Freizeit ermöglicht.
  • eine barrierefreie und kontrastreiche, gut ausgeleuchtete Bauweise/Ausstattung aller städtischen öffentlichen Einrichtungen wie Ämter/Bibliotheken/Bäder sowie Wege etc. (Treppenmarkierungen, Rampen, Brailleschrift, große Zimmernummern oder digitale/auditive Anzeigen etc.)
  • Förderung von gestützter Kommunikation und Umsetzung von leichter Sprache bei Anträgen etc. auf Ämtern und in allen öffentlichen Bereichen. Dazu gehört auch eine Schulung der städtischen MitarbeiterInnen, um mit Bürgern gleichberechtigt inklusiv umzugehen.
  • Frühzeitige Förderung benachteiligter Kinder und Familien, die beste Entwicklungschancen und Bildung von Anfang an bietet (inklusive Kitas und Schulen, inklusives Wohnen, geförderte integrierende Freizeitangebote…). Passende Einrichtungen, die gute Rahmenbedingungen, sowohl räumlich, als auch personell bieten (siehe Antrag Verlegung Ulrichschule um für die Kinder mehr zeitgemäßen Bewegungs- und Entwicklungsraum zu schaffen).
  • Ideele, fachliche und finanzielle Förderung von Augsburger Projekten, die sich der Inklusion und ihren Zielen in der Stadt widmen. Kein Abwälzen und Verantwortungsabgabe an ehrenamtliches Engagement, sondern dessen Ergänzung in gesunden Anteilen mit hauptamtlichen InklusionspädagogInnen oder anderen spezifisch pädagogisch/psychologisch und praktisch ausgebildeten MitarbeiterInnen im Arbeitsfeld Inklusion.
  • Neutrale betroffene Bürger/Verbände sollen künftig bei allen öffentlichen Baumaßnahmen gleichberechtigt miteinbezogen werden. Doppelrollen führen zu Interessenskonflikten, deshalb sollte künftig der Vorsitz des Behindertenbeirats nicht durch Mitarbeiter der Stadt ausgeübt werden.
  • Die derzeit am Königsplatz und in der gesamten Innenstadt getroffenen Umbauten im Straßenraum erfolgen größtenteils ohne Rücksichtnahme auf die Erfordernisse behinderter Menschen. Wir fordern umgehend eine Nachbesserung in Abstimmung mit betroffenen und unabhängigen Verbänden.

 

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