Verkehr

Freihaltung der Innenstadt vom Durchgangsverkehr – Wiederentdeckung der Straße
als Lebensraum

Der Stadtring, eine kostengünstige Variante zur Verkehrslenkung und –beruhigung

Um die Innenstadt vom Autoverkehr zu entlasten muss der Zubringerverkehr
möglichst über die bestehenden Ringstraßen (Schießgraben, Eserwall, Graben,
H.v.Buz, Klinkerberg, Schaezlerstraße) abgewickelt werden. Durch den Bau
öffentlicher Quartiersparkhäuser um das Stadtzentrum kommt der Autoverkehr
außerhalb des Zentrums zur Ruhe. Eine klare Orientierung und Verkehrsleitung sorgt
für die Verkehrsberuhigung der Innenstadt und verhindert Dauerstaus auf den
Ringstraßen um den Stadtkern (z.B. Graben).
Öffentliche Parkhäuser z.B. am Predigerberg (Maxstraße-Lechviertel), Am Roten Tor
(Freilichtbühne), Am Obstmarkt (Domviertel) und unter der Hallstraße (Maxstraße)
machen die Innenstadt auch für den motorisierten Individualverkehr attraktiv und
erreichbar.

Durch den schneller und kostengünstigen Ausbau der Spange Stadtbachstraße -
Sebastianstraße – Heinrich-von-Buz Straße – Holzbachstraße – Ackermannstraße
können unsinnige Kosten zwischen 80 und 100 Mio € für die MAN -Spange und
westliche Entlastungsstraße eingespart werden.

Das Ende der Stadtzentrale: Die Karlstraße soll verbinden statt trennen

Nach den Zerstörungen des 2. Weltkriegs wurde diese Stadtzentrale in West-Ost-
Richtung mitten durch die historische Altstadt getrieben und trennt seither das
Domviertel von der südlichen Altstadt. Statt endlich diesen städtebaulichen Misstand
mit Höchstemissionswerten zu beseitigen, investiert die Stadt sogar dort noch
Millionenbeträge für zu schmale und gefährliche Radfahrstreifen. Gleichzeitig baut sie
für 5-stellige Millionenbeträge die am Zentrum vorbeilaufende Fuggerstraße, welche
weder Wohnhäuser noch nennenswerte Ladengeschäfte hat, zum verkehrsfreien
„Augsburgboulevards“ als Projekt der Zukunft um!

Die Freien Wähler vordern Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer (Shared
Space) in der Karlstraße mit der Straßenbahnlinie Hauptbahnhof – Lechhausen und
damit die Schaffung eines hochwertigen städtischen Lebensraumes der die
historische Altstadt verbindet statt zu trennen. Damit werden auch die gefährlicher
Radfahrstreifen verzichtbar.

Erstellung eines Parkhauses in unmittelbarer Nähe der Kongresshalle

Im Zusammenhang mit der Parksituation bei der frisch sanierten Kongresshalle hat
die Stadt komplett versagt. Statt frühzeitig eine Lösung zum Ende der Bauzeit
herbeizuführen, wurde abgewartet bis die Parksituation eskaliert und damit die
Existenz des Kongresszentrums mit Hotelturm gefährdet ist.
Die angedachte Erstellung eines Parkhauses unter dem Wittelsbacher Park ist baulich
und naturschutzrechtlich abwegig. Um nicht von den derzeitigen Parkhausbesitzern
erpressbar zu werden fordern die Freien Wähler die Sicherung von
Grundstücksflächen in unmittelbarer Nähe des Kongresszentrums für die Erstellung
eines Parkhauses.

Mobilitätsdrehscheibe Hauptbahnhof schneller und kostengünstiger

Wir setzen uns für eine modifizierte Planfeststellungsvariante B4/5 ein. Diese sieht
eine Tramhaltestelle unter der Viktoriastraße direkt vor dem Bahnhof, eine
Verlängerung der Verteilerebene unter dem Bahnhofsplatz nach Osten bis zur
Haltestelle und nach Westen mit eigenem Zugang vom Bucheggerplatz vor. Damit
unterstützen die Freien Wähler die Forderung der Bürgerinitiative Thelottviertel.
Diese Variante kann sofort umgesetzt werden und wird ca. 60 Mio. € weniger
Baukosten verursachen und damit weniger Steuergelder brauchen. Die Stadt bleibt
unabhängig von der Deutschen Bahn, mit der trotz des erfolgten Baubeginns, noch
kein Vertrag abgeschlossen wurde. Ein großer Teil der bisherigen Baumaßnahmen
kann für die modifizierte Variante verwendet werden.

Die Pferseer Unterführung kann für den Autoverkehr gesperrt werden und wird nur
noch von Fußgängern, Radlern und der Straßenbahn genutzt. Damit sind sämtliche
verkehrlichen Probleme gelöst und die Linie 5 fährt wie vom Stadtrat beschlossen
über die Luitpoldbrücke und Hessenbachstraße ohne Zerstörung eines gewachsenen
Stadtteils samt seiner Natur.

Der südliche Verteilertunnel ist als Stadtteilverbindung für Radfahrer und Fußgänger
auszubauen und mit Abstellmöglichkeiten für Räder auszustatten.

Nächtliche Güterverkehrszüge raus aus der Stadt

Die bisherige Stadtregierung hat dem Vorhaben Deutschen Bahn zugestimmt, ab
sofort über 380 Güterzüge mitten durch die Stadt fahren zu lassen, d.h. täglich
rattern in fast minütlichen Abständen laute und manchmal auch gefährliche
Güterzüge mitten durch die Stadt. Die geplanten, von der Bahn übrigens nur in
Teilstücken finanzierten und bis zu 3 Meter hohen Lärmschutzwände bilden dann
nicht nur eine kilometerlange doppelte Berliner Mauer durch die Stadt, sondern diese
können den spezifischen Lärm der Güterzüge (Übertragung der Erschütterungen im
Gleisbett) nicht verhindern und oftmals auch nur verlagern (Reflexion). Der Schlaf von
tausenden Bürgern entlang der Bahnstrecke ist gefährdet. Andere Städte, wie z.B.
Bamberg haben sich gegen einen Güterverkehr durch ihre Stadt erfolgreich gewehrt.
Kein Augsburger wünscht sich hohe Mauern in der Stadt, deren Lücken von der Stadt
mit mindestens 1,5 Mio. € städtischer Mittel geschlossen werden sollen. Wir fordern
die Reduzierung der Güterzüge bzw. die Umleitung am Stadtgebiet vorbei, statt der
Durchfahrt mitten durch den Personenbahnhof.

Zuverlässiger Regio-Schienen-Takt

Wir fordern ultimativ die Umsetzung des 15-minütigen Regioschienentakts, wie er
der Stadt und der Region von allen Parteien seit 15 Jahren versprochen wurde, in alle
Richtungen. Wichtige Komponente dabei ist eine Regio-Stammstrecke von
Gersthofen über Oberhauser Bahnhof, Hauptbahnhof, Haunstetter Straße, Bahnhof
Hochzoll, Bahnhof Friedberg. Sie entlastet den Innerstädtischen Nahverkehr, wird
vom Land finanziert und verkürzt die Fahrtzeiten.

Die Stadt nicht von den Fernzugverbindungen abschneiden

Wir fordern die Sicherung des 2 Stundentakts für den Allgäu-Franken-Express von
Kempten nach Nürnberg sowie der ICE-Fernzüge nach Hamburg und Berlin. Dieses
Mindestangebot an Fernverbindungen wurde der Stadt Augsburg von der
bayerischen Staatsregierung bei der ICE-Streckenentscheidung über Ingolstadt
zugesichert.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>