Anfrage zur Linie 3

Wie immer wieder von Politik und Stadtwerken dargelegt, handelt es sich bei der Verlängerung der Linie 3 um ein Durchbruchprojekt, über das seit über 20 Jahren gekämpft wird.

Es gab Planungen und Gutachten. 1996 wurde die 1.und 2010 die 2. Standardisierte Bewertung erstellt. Auch ist diese Linienverlängerung seit 20 Jahren Inhalt der diversen Nahverkehrspläne.

Es ist nicht glaubwürdig, dass nach Jahrzehnte langer Befassung und Planung keine konkreteren Angaben für tangierende Verkehre zu einen Grundsatzbeschluss vorliegen, und man mit vagen Angaben wie „ziemlich sicher“ seitens der SWA versorgt wird. Man kennt die Kosten-Nutzenwerte bis auf die 2.Stelle hinter dem Komma, weiß Bescheid über die Fahrgastzahlen, Fahrgasteinnahmen und Betriebskosten, kann aber keine Aussagen darüber treffen, welche Konsequenzen die Linie auf das Busnetz in Haunstetten  hat.

Es liegt die Vermutung nahe, dass man die betroffenen Bürger im laufenden Verfahren ruhig halten will, um erst nach fortgeschrittener Beschluss- und Planungslage mit der ganzen Wahrheit heraus zu rücken. Dann wird, wie dies üblich ist, den Protesten entgegengehalten, dass man nun schon zu weit fortgeschritten sei und die Kritik zu spät komme.

Wir fordern deshalb volle Aufklärung und Darlegung der verkehrlichen Konsequenzen dieses Projekts vor weiteren Beschlussfassungen und um eine umfassende Bürgerbeteiligung nicht erst im Rahmen der Auslegung des Planfeststellungsverfahrens.

Solange wir keinen ausreichenden Überblick über die Konsequenzen dieses Projekts haben, werden wir auch künftigen Beschlüssen nicht zustimmen, ohne prinzipiell dagegen zu sein.

Anfrage Linie 3_ 2.04.2016